Anzeigepflicht für Bohrungen

Alle mechanisch angetriebenen Bohrungen müssen gemäß Gesetz über die Durchforschung des Reichsgebietes nach nutzbaren Lagerstätten (Lagerstättengesetz §4) zwei Wochen vor Beginn der Arbeiten beim zuständigen Geologischen Dienst angemeldet werden.

Der für Hessen zuständige Geologische Landesdienst im Sinne des § 1 des Lagerstättengesetztes ist das HLNUG.

Nach Gesetzeslage besteht:

  • eine Anzeige- und Mitteilungspflicht (§ 3),
  • eine Auskunftspflicht mit Zutritt der beauftragten Personen zu Bohrungen (§ 5),
  • eine Berichts- bzw. Kartenvorlagepflicht (§ 6) und
  • eine Pflicht zur Aufbewahrung von Belegmaterial (Bohrproben) (§ 5).

Nach §5 (2) Lagerstättengesetz (Gesetz über die Durchforschung des Reichsgebietes nach nutzbaren Lagerstätten) sind die Bohrproben auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen. Der Leitfaden Erdwärme (5. Auflage) empfiehlt von Bohrungen bei jedem Wechsel der Bodenschichten mindestens aber im 2 Meter Abstand wenigstens eine Bodenprobe zu entnehmen.

Zum Lagerstättengesetz